Natur- und Landschaftsschutz

Juli 2012
Wildkräuterwanderung mit Vroni Quatmann


Oktober 2012
Windkraft in der Adelegg

Stellungnahme des Adelegg Vereins (PDF, 1,1 MB)


Juli 2013
Tobel, Wiesen, Wälder – eine natur- und landeskundliche Wanderung.

Eine Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Wandertages für die biologische Vielfalt. Veranstalter sind der Bund Naturschutz und der Adelegg Verein.


Juni 2015
Vortrag über Wildbienen

In einem sehr interessanten Vortrag von Franz Renner durften wir im Rahmen der Arbeitssitzung des Adelegg Vereins vom 3. Juni Einiges über Wildbienen ( lat. Name: Apidae) erfahren.

In Deutschland gibt es ca. 550 Wildbienenarten. Sie sind im Gegensatz zur Honigbiene, von der es nur ca. 9 Arten gibt, meist schwarz-braun gestreift oder haben aber auch andere Färbungen. Während die Honigbiene ihr Volk braucht, leben die Wildbienen in der Regel alleine und werden deshalb auch Solitär-oder Einsiedlerbienen genannt. Aber alle Wildbienen erbringen eine Bestäubungsleistung und sind deshalb außerordentlich wichtig für unser Ökosystem. Die enorme Bedeutung der Bienen als Nutztiere haben wir bereits durch den Film „More than Honey – Bitterer Honig“ erfahren. Biologen und Ökonomen haben die von den fleißigen Bienen kostenlos erbrachte Bestäubung versucht in Zahlen zu fassen und sind auf einen Wert in Höhe von 14 Milliarden Euro gekommen. Doch eigentlich ist die Leistung dieser kleinen Tiere gänzlich unbezahlbar: Sie sind die Ernährer der Menschen.

Wildbienen haben keine Waben. Sie nisten dort, wo sie sich entwickelt haben – vorausgesetzt es sind geeignete Nistgelegenheiten vorhanden, was nicht immer der Fall ist. Um die Wohnungsnot der Wildbienen zu lindern, können wir Nisthilfen schaffen. Jede Wildbienenart bevorzugt ihren individuellen Nistplatz ( Erdbienen, Sandbienen, Wildbienen, die in Schneckenhäusern nisten etc.)Eine gute Anleitung für Nistanlagen findet man in dem Portal www.wildbienen.info/Artenschutz/Nisthilfen. Diese Nistplätze sind einfach herzustellen, hilfreich zum Erhalt der Bienen und darüber hinaus sehr dekorativ im Garten.

Der Film „ More than Honey“ von dem Schweizer Filmemacher Markus Imhoof kann in der Bibliothek in Kreuzthal als DVD ausgeliehen werden.


Juli 2015
Exkursion auf ausgewählte Flächen im Kreuzbachthal

Donnerstag, den 16. Juli 2015, Exkursion auf ausgewählte Flächen im Kreuzbachthal mit Dr. Sepp Bauer, Vorsitzender des Bund Naturschutzes Oberschwaben und Oliver Post, der diese Flächen bewirtschaftet.

Wie oft schon bin ich an der Pauls Wiese unten vorbeigekommen – steil geht es dort bergan – doch wie steil es tatsächlich ist, habe ich in vollem Umfang erst begriffen, als wir an diesem heißen Sommerabend hochwanderten. Beinahe meinte ich das Gleichgewicht zu verlieren und rückwärts den Hang hinunterzurollen! Am liebsten hätte ich mich auf allen Vieren den Berg hoch bewegt, wäre ich da nicht dem Vergleich mit den behänden Ziegen ausgesetzt gewesen…. denn nur sie bewegen sich hier noch anmutig.

Gelbtrockenes Gras wogte kniehoch. Doch vor flüchtigen Blicken geschützt verbirgt sich darunter eine Flora von atemberaubender Vielfalt: Zittergras, wohlbekannt aus meiner Kindheit, doch nunmehr selten gesehen; Glockenblumen, Dost, Schafgarben, Flockenblumen, Hauhechel,  Disteln aller Art, auf kleinster Fläche ein Mosaik von zig verschiedenen Pflanzenarten. Zu dem floristischen Artenreichtum gesellt sich ein faunistischer. Grillen und Grashüpfer, Schmetterlinge in allen Facetten! Beeindruckend der große, dicke Warzenbeisser – ein grüner Grashüpfer –  und das turtelnde Gemeine Blutströpfchen Pärchen.

Weiter oben am Hang zeigt Sepp Bauer uns einen wunderschön blühenden Arnikabestand. Seit ich denken kann trage ich Arnikakügelchen in meiner Handtasche bei mir… Es könnte ja ein Kind hinfallen oder jemand sich stoßen…doch habe ich bis heute diese großartige Heilpflanze  nie in freier Natur blühen sehen. Die Blüte darf auch von den Ziegen nicht verspeist werden, sonst ist die Pflanze weg! Nicht nur an diesem Beispiel wird eindrücklich klar, wie viel Sorgfalt es bedarf, unsere Offenflächen so zu beweiden, dass  der bestehende Artenreichtum erhalten bleibt.

Trotz der Hitze lassen wir es uns nicht nehmen, zur Quadtmannshöhe weiter zu wandern Unterwegs erfahren wir, wo die zweigestreifte Quelljungfer ihre Brutstätte hat und wo der Ameisenlöwe haust. Auf der Quadtmannshöhe werden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Vielfältig sind die Flächen hier: Es gibt Feuchtgebiete mit Binsen und Wasserminze, aber auch Trockenstandorte mit Borstgras und Silberdistel. Auf der Fläche Richtung Kreuzbachthal abwärts stehen viele Rosen- und  Weißdornbüsche. Für die Ziegen wäre es kein Problem , dies alles kurz und klein zu fressen. Doch ist das nicht wünschenswert, denn die Büsche sind Nistplatz für einen kleinen Vogel – den Neuntöter. Auch an diesem Beispiel ließ es sich gut nachvollziehen, wie nur mit achtsamer Pflege und Beweidung Artenreichtum erhalten werden kann.

Es gilt wieder das oft bemühte Goethe Zitat: Man sieht nur, was man weiß! In diesem Sinne:

Herzlichen Dank an Dr. Sepp Bauer und an Oliver Post für diesen erkenntnisreichen Abend. Er hat zweifellos dazu beigetragen, Zusammenhänge neu zu sehen und zu bewerten.

Zum runden Ausklang warteten ein kühles Bier und eine Brotzeit auf uns, liebevoll angerichtet im Ziegenstall!


Juli 2016
Exkursion mit Dipl.-Geograf Christoph Zahalka

Der Zusammenhang zwischen Gewässer und Landschaft und die Entstehung von Hochwasser.

Ingenieurbiologische Bauweisen an Fließgewässern, Teil 1
Leitfaden für die Praxis (PDF 8,1 MB)

Ingenieurbiologische Bauweisen an Fließgewässern, Teil 2
Steckbriefe aus der Praxis (PDF 7,8 MB)

Ingenieurbiologische Bauweisen an Fließgewässern, Teil 3
Arbeitsblätter für die Baustelle (PDF 2,1 MB)

Initiative Kreuzthal-Eisenbach e.V.